Kategorie: News
Fortbildungsangebot: Frei wählbare Module zur Weiterbildung von BasisbildungstrainerInnen
Im Zeitraum Juni 2016 bis Februar 2018 werden insgesamt 12 frei wählbare Module à 16 UE für BasisbildnerInnen von ISOP organisiert und durchgeführt. Alle Module können einzeln oder gesamt gebucht werden. 8 bis 16 TeilnehmerInnen pro Modul. Die Teilnehmerinnen erhalten eine Teilnahmebestätigung.
Die Module werden als Fortbildungen im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung anerkannt.
Dauer für jedes Modul: Freitag 13.00 – 21.00 und Samstag 9.00 – 17.00 (zeitliche Änderungen möglich).
Module 2016:
| 1 | Lesen und Schreiben für AnfängerInnen und Fortgeschrittene (Vertiefung) | Ursula Skrabitz und Marion Opitz-Leopold | 24./25.6. 2016 |
| 2 | Evaluierung des Unterrichtserfolgs | Otto Rath | 7./8.10. 2016 |
| 3 | Neue Medien, Web 2.0, IKT (Vertiefung) | Peter Webhofer | 4./5. 11.2016 |
| 4 | Binnendifferenzierung/Heterogenität/Diversity der Zielgruppe in Basisbildungskursen | Sandra Sassmann | 2./3.12 2016 |
Module 2017:
| 5 | Englisch als Grundkompetenz in der Basisbildung | Bianca Zaininger | 27./28.1. 2017 |
| 6 | Alphabetisierung für MuttersprachlerInnen und MigrantInnen (Vertiefung) | Birgit Fedl-Dohr | 10./11.2. 2017 |
| 7 | Mathematik in der Basisbildung (Vertiefung) | Andrea Heiglauer und Alexandra Plattner | 24./25.3. 2017 |
| 8 | Spielerische Methoden in der Basisbildung | Margit Bauer | 12./13.5. 2017 |
| 9 | Beratungskompetenz (Vertiefung) | Astrid Klopf-Kellerer und Edda Hahn | 29./30.9. 2017 |
| 10 | Integration von DAF/DAZ in die Basisbildung (Viertiefung) | Heike Gsellmann-Rath | 1./2.12.2017 |
Wahlmodule: Darüberhinaus gibt es 2 Module, die noch nicht thematisch belegt sind. Diese sollen nach Wünschen von TeilnehmerInnen und InteressentInnen inhaltlich gestaltet werden bzw. werden nach Bedarf zu basisbildungsrelevanten Themen von uns im Laufe der Projektdauer vorgeschlagen. Mögliche Themenwären beispielsweise: Selbstmarketing für Basisbildnerinnen, Politische Bildung in der Basisbildung, Gesundheitskompetenz in der Basisbildung, Soziale und personale Kompetenz o.Ä.
Bekanntgabe von Wünschen oder Bedarf zu bestimmten Seminarthemen an die Projektleitung: barbara.andree@isop.at, Tel: 0699/113 57 801
Zielgruppe: TrainerInnen, die bereits in der Basisbildung tätig sind und über entsprechende Qualifikationen und Erfahrungen verfügen. Sie haben (bestmöglich) bereits eine fachspezifische Erstausbildung für BasisbildungstrainerInnen absolviert, oder sich im Rahmen eines Kompetenz-Portfolios akkreditiert. Des Weiteren bereits tätige TrainerInnen in der Erwachsenbildung verwandter Tätigkeitsbereiche, die Interesse an Basisbildungsthemen haben.
Ort der Veranstaltung: ISOP GmbH, Dreihackengasse 2-6, 8020 Graz, wenn nicht anders angegeben
Kosten: Die Module sind für Teilnehmende kostenlos durch Förderung BMBF & ESF.
Information und Anmeldung: ab sofort bei der Projektkoordination: barbara.andree@isop.at, Tel: 0699/113 57 801
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen
Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung 2016/17
Update, 18.5.2016: Leider ist keine Anmeldung mehr möglich.
Das friedliche Miteinander-Leben und der soziale Zusammenhalt in einer Migrationsgesellschaft gehören zu den dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit.
Nähere Informationen und alle Termine: Information_ Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung
Anmeldeformular_Lehrgang-zur-interkulturellen-KompetenzBildung_2016
Einstieg mit 22. April 2016 (Ende: Februar 2017)
Anmeldung:
Helga Schicho
Tel: 0316/72 36 54-35
helga.schicho@isop.at
Für Bildung begeistern!
Alle Infos: Einladung Für Bildung begeistern
Externe Hauptschule ISOP: Ein Sensationskurs feiert 21 Schulabschlüsse
Am 26. Februar 2016 erhielten 21 erfolgreiche AbsolventInnen der Externen Hauptschule ISOP nach einem intensiven Kursjahr ihre Pflichtschulabschluss-Zeugnisse.
So viele TeilnehmerInnen wie noch nie zuvor haben ihr Kursziel erreicht, und kein Gesicht vom ersten Kurstag fehlte. Die Dropout-Quote betrug somit sensationelle Null Prozent! Mit Freuden- und Abschiedstränen und nunmehr 484 erreichten Schulabschlüssen startete somit ein besonderes Jahr des Schulprojektes, das im Herbst 2016 auf seine 20-jährige erfolgreiche Bildungsarbeit zurückblicken kann.
Im Namen der Fördergeber des Landes Steiermark gratulierte Susanne Lucchesi Palli vor zahlreich versammelten Gästen den glücklichen jungen Leuten, die sich mit kunstvollen Beiträgen zum interkulturellen Buffet, einer berührenden, wertschätzenden Rede und fröhlichen Tänzen beim pädagogischen Team bedankten.
„… Ich habe es geschafft und darauf bin ich stolz, weil meine Gedanken immer negativ waren. Aber jetzt werde ich versuchen, positiv zu denken. Das hilft mir. Ich bin einfach froh!“ (Zitat aus dem Klassentagebuch)
Dr.in Ilse Murnig (Projektleitung)
Impressionen von der Zeugnisfeier:
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Vorankündigung! Frei wählbare Module zur Weiterbildung von BasisbildnerInnen
Art des Bildungsangebots:
Weiterbildung (8 bis 16 TeilnehmerInnen pro Modul).
Inhalt/Spezialisierung:
Angeboten werden 12 frei wählbare Module á 15 UE. Geplante Module (Änderungen vorbehalten):
- Lesen und Schreiben für ÄnfängerInnen (Vertiefung)
- Mathematik (Vertiefung)
- Wirtschaftliches und kaufmännisches Rechnen
- Alphabetisierung für MuttersprachlerInnen und MigrantInnen mit/ohne Alphabetisierung in ihrer Muttersprache (Vertiefung)
- Englisch als Grundkompetenz in der Basisbildung
- Neue Medien, Web 2.0, IKT (Vertiefung)
- Spielerische Methoden in der Basisbildung
- Binnendifferenzierung/Heterogenität der Zielgruppe in Basisbildungsangeboten
- Beratungskompetenz (Vertiefung)
- Integration von DaF/DaZ in die Basisbildung
- Wahlmodul I
- Wahlmodul II
Zielgruppe:
TrainerInnen, die die Anerkennungskriterien für die Arbeit mit Menschen mit Basisbildungsbedarf im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung (IEB) erfüllen bzw. bereits als TrainerInnen arbeiten. Die TrainerInnen haben entsprechende Qualifikationen, sie haben bereits eine fachspezifische Erstausbildung für BasisbildungstrainerInnen absolviert, oder sich im Rahmen eines Kompetenz Portfolios akkreditiert, oder sie haben eine von der IEB anerkannte gleich- oder höherwertige Weiterbildung abgeschlossen. Des weiteren TrainerInnen in der Erwachsenbildung verwandter Tätigkeitsbereiche, die Interesse an Basisbildungsthemen haben.
Umfang in UE:
12 Module á 15 UE, alle 12 Module können einzeln oder gesamt gebucht werden.
Ort der Veranstaltung:
ISOP GmbH, Dreihackengasse 2-6, 8020 Graz
Termin: 1. Juni 2016 – 28. Februar 2018
Die 12 Module werden jeweils zweitägig (Freitag und Samstag) berufsbegleitend angeboten.
Information:
ab sofort bei der Lehrgangskoordination: barbara andree@isop.at
Kosten:
Die Module sind für Teilnehmende kostenlos durch Förderung BMBF & ESF
Weitere Details zu Terminen, ReferentInnen und Anmelde- bzw. Auswahlmodalitäten ab März 2016
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen


Lehrgang zur fachspezifischen Erstausbildung von BasisbildungstrainerInnen: Mai 2016 – April 2017
Der Lehrgang zur fachspezifischen Erstausbildung für BasisbildungstrainerInnen findet berufsbegleitend von Mai 2016 bis April 2017 in Graz statt und ist in 10 Module aufgeteilt. Er stellt die wesentlichen Prinzipien gelungener Vermittlung von Basisbildungsinhalten in den Vordergrund.
Aufbau:
10 Wochenendseminare à 15 Unterrichtseinheiten (UE).
Seminarzeiten: Freitag 14.00 – 21.00 und Samstag 9.00 – 17.00 Uhr (Pausen inklusive)
Praxisphase im Ausmaß von 20 UE
Workload: 170 UE
Verfassen einer Abschlussarbeit
Zertifikat
Die 10 Module des Lehrgangs:
20./21.Mai 2016 Kontext und Hintergrund der Basisbildung
17./18. Juni 2016 Soziale und personale Kompetenz:
8./9.Juli 2016 Deutsch als Erstsprache/Deusch als Fremdsprache
16./17. Septemberr 2016 Basisbildung / Alphabetisierung von MigrantInnen
14./15. Oktober 2016 Methodik und Didaktik: Lesen und Schreiben in der Basisbildung
18./19. November 2016 IKT/E-Learning 1
16./17. Dezember 2016 IKT/E-Learning 2
20./21.Jänner 2017 Methodik und Didkatik: Mathematik in der Basisbildung
3./4. März 2017 Beratungskompetenz
7./8. April 2017 Individuelle Materialgestaltung und bewährte Methoden
Zielgruppe:
Der Lehrgang richtet sich an folgende Personen:
- TrainerInnen, deren Institutionen und Basisbildungskurse im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung akkreditiert sind, die aber selbst noch über keine notwendige facheinschlägige Ausbildung für BasisbildungstrainerInnen verfügen.
- Weitere Plätze können vergeben werden an TrainerInnen mit mehrjähriger Erfahrung in fachverwandten Bereichen der Erwachsenenbildung (z.B. DAF/DAZ. Behindertenarbeit, Sozialarbeit etc.), die in akkreditierten Institutionen arbeiten und in Zukunft auch in der Basisbildung arbeiten möchten/müssen.
- Restplätze können an interessierte Personen vergeben werden, die in diesem Bereich Fuß fassen wollen.
TeilnehmerInnenanzahl: max. 16 Personen
Anmeldeunterlagen:
- Lebenslauf mit Foto
- Motivations- bzw. Begründungsschreiben
- Nachweis der Unterrichtstätigkeit in akkreditierten Kursen bzw. bei akkreditierten Einrichtungen, soweit vorhanden.
Anmeldeverfahren:
- Anmeldezeitraum: 1. – 19. Februar 2016
- Informationen über die Aufnahmen in den Lehrgang: bis 7. März 2016
Anmeldung per Mail an die Lehrgangsleitung: barbara.andree@isop.at
Kosten: Der Lehrgang ist für Teilnehmende kostenlos durch Förderung BMBF & ESF.
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen
ISOP-Pressespiegel 2015
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ISOP-Pressespiegel 2015 (PDF-Dokument: 25,6 MB) |
Die „Lange Nacht für ein gemeinsames Morgen“ in (noch mehr) Bildern!
Noch eine kleine Rückschau auf unsere “Langen Nacht für ein gemeinsames Morgen” im Dezember mit Fotos von Maryam Mohammadi.
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Lange Nacht für ein gemeinsames Morgen — eine Nachlese
Auf vielfachen Wunsch gibt es nach unserer „Langen Nacht für ein gemeinsames Morgen“, zu der am 16. Dezember weit über hundert — alte und neue — FreundInnen, WeggefährtInnen und UnterstützerInnen zu uns gefunden haben, alle literarischen Textspenden nun auch zum Nachlesen.
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in.education: Erfahrungswerte
Bildungsbenachteiligte Menschen finden oft nur sehr schwer einen Zugang in Bildungsangebote. Ein solcher fällt ihnen leichter, wenn sie mit Menschen, die sie kennen und denen sie vertrauen, über ihre Zukunft sprechen können, ihre Wünsche, ihre Ziele. Ohne den Baustein Bildung ist die Verwirklichung dieser Pläne oft ungleich schwieriger oder überhaupt unmöglich.
in.education entwickelte ein Programm, das Personen aus dem sozialen Umfeld bildungsbenachteiligter Menschen identifizierte und diese dann zu Neuen MultiplikatorInnen ausbildete. Persönlicher Kontakt verbindet sich mit fachlichem Wissen und öffnet Zugänge in passende Bildungsformate. Die Erfahrungswerte sind in dieser Kurzversion zusammengefasst:
Kurzversion_Education as a Driver for Change
Mehr Details können in der Langversion nachgelesen werden:
Langversion Education as a Driver for Change
Silvia Göhring, Projektleitung
MALALA – Willkommen in der Schule
„MALALA – Willkommen in der Schule“ richtet sich an Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Pflichtschulalter, die seit 2015 in Graz gemeldet sind.
Unser Angebot umfasst Alphabetisierung der Kinder und Eltern und die Vorbereitung der Kinder auf die Schule. Es versteht sich entsprechend als Baustein für einen offensiven, aktiv gestaltenden Umgang mit geflüchteten und zugewanderten Kindern und Jugendlichen, denen mittels der Erhebung der Bedarfe der Einstieg in das österreichische Schulsystem erleichtert werden soll. Im familiären bzw. familialen Kontext steht unter Einbeziehung der Eltern eine stufenweise Integration in die Schule im Fokus der Bestrebungen.
Zielgruppe:
Flüchtlingsfamilien mit Kindern im Pflichtschulalter, die im Kalenderjahr 2015 in Graz gemeldet wurden.
Ziele:
- Vorbereitende Lernstruktur für Kinder, die noch nicht in die Schule gehen
- Information und Unterstützung der Eltern
- Begleitende Lernstruktur für Kinder mit Schulplatz
Angebote:
Angebot für schulpflichtige Kinder
(geboren zwischen 31.8.2001 und 31.8.2009)
Vormittagsstruktur:
Kurse für Kinder, die noch nicht in die Schule gehen
Nachmittagsstruktur:
Deutschkurse für Kinder mit Schulplatz
Angebot für Eltern
- Alphabetisierung für Illiterate
- Alphabetisierung in der Lateinschrift
- Elterncafé: Information über das Leben in Graz und das Bildungssystem in Österreich:
jeden Donnerstag von 14:00 bis 16:00
| Information und Anmeldung: Michael-Kienreich-Straße 10 8020 Graz Tel.: 0699/14600042 |
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| Montag: 14:00 – 16:30 | |
| Mittwoch: 9:00 – 12:00 |
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Fördergeber:
Engagement für Kinderrechte: Zwei „Traudi!“-Preise für ISOP-Schulsozialarbeit
Mit gleich zwei „Traudi!“-Preisen hat das „Kinderbüro – Die Lobby für Menschen“ das ISOP-Projekt Schulsozialarbeit am Donnerstag, 19.11.2015, im Rahmen einer Gala im Grazer Dom im Berg ausgezeichnet. Dieses Jahr wurden Projekte prämiert, die Kinder und Jugendliche vor allem in ihrem Recht auf Bildung unterstützen und fördern. In der Kategorie „Projekte in Schulen und Kindergärten“ konnten sich die ISOP-SchulsozialarbeiterInnen über den zweiten Preis für das „Buddy-Projekt“ freuen. In der gleichen Kategorie erhielt ISOP für „Let The Show Begin“ den mit 500 € dotierten ersten Preis. Beide Preisträgerprojekte erhielten für ihr Engagement außerdem ein Megaphon (im Bild rechts unten: Schulsozialarbeit-Projektleiterin Mag.a Sandra Jensen) – damit der Ruf nach Kinderrechten auch künftig nicht zu überhören ist! [nggallery id=47]
Text: J. Zniva, Fotos: ISOP/S. Jensen, J. Zniva
ISOP-Schulsozialarbeit: Österreichischer Kinderschutzpreis für Kreativwerkstatt
Im Herbst 2014 startete ISOP-Schulsozialarbeit anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kinderrechte an zwei Neuen Mittelschulen einige Workshops zu diesem Thema. Im Rahmen der Workshops hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, sich intensiv und aktiv mit dem Thema zu befassen und die Kinderrechte für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Der partizipative Gedanke sowie der Wunsch, die Kinderrechte nicht nur theoretisch zu „lernen“, sondern auch umzusetzen, spielten dabei eine wesentliche Rolle.
An der NMS St. Peter fanden in zwei Klassen verschiedene Übungen und Diskussionen statt, um den Kindern das Thema altersgerecht näherzubringen. In der Folge entstanden so unter Anleitung der Schulsozialarbeiterin und in Kooperation mit LehrerInnen drei Kurzfilme, die von den SchülerInnen eigenständig geplant und umgesetzt wurden. Weiters gestalteten die SchülerInnen auch Plakate und malten Bilder. Glückskekse, die jeweils ein Kinderrecht enthielten, wurden gebacken und im Anschluss bei der Kinderrechtegala verteilt.
An der NMS Karl Morre fand eine Kreativwerkstatt statt. Nach einer interaktiven Einführung und einem Video zu den unterschiedlichen Kinderrechten ging es an die Umsetzung bzw. Darstellung dieser. Es entstanden Comics, große Bilder auf Leinwand und die SchülerInnen führten Interviews im Schulhaus. Dadurch wurden auch andere im Schulhaus tätige Personen wie z.B. SchülerInnen, LehrerInnen und die Direktorin erreicht. Die Kernaussagen aus den Interviews wurden auf große Sprechblasen übertragen.
Die Ergebnisse der Workshops der beiden Schulen wurden anschließend am 19. November 2014 bei der Kinderrechtegala im Dom im Berg in Graz und beim Elternsprechtag in der NMS Karl Morre ausgestellt. Damit sollte auch den Eltern ein Einblick ins Thema gegeben und die tolle Arbeit ihrer Kinder aufgezeigt werden. Die Ausstellungen stießen auf großes Interesse und Wertschätzung.
Als Belohnung für die gute Arbeit in den Schulen wurde am 9. Oktober 2015 der österreichische Kinderschutzpreis MYKI an die ISOP-Schulsozialarbeit für ihre Kreativwerkstatt zum Thema Kinderrechte vergeben.
Mag. Sandra Jensen, Projektleitung ISOP-Schulsozialarbeit
Pflichtschulabschluss geschafft – Türen auf zu neuen Wegen
K. freut sich auf ihre Ausbildung zur Behindertenbetreuerin. M. konnte bereits eine Lehrstelle als Friseurin antreten und A. drückt ab sofort die Schulbank in der Abend-HTL. Drei Beispiele, die zeigen, dass der PSA die wichtigste, grundlegendste Voraussetzung für neue Lebens-und Berufsperspektiven darstellt.
Aus dem Kurs 15 der Externen Hauptschule ISOP gingen diesmal 17 stolze AbsolventInnen erfolgreich hervor. Dies wurde am 29. September 2015 in der Uhlandgasse im Beisein von Direktor Grabner, dem Leiter der Prüfungsschule NMS Fröbel, gebührend gefeiert.
Wertschätzende und motivierende Worte des Landtagsabgeordneten Oliver Wieser, der auch Glückwünsche der Landesrätin Ursula Lackner übermittelte, leiteten das gut besuchte Zeugnisfest ein. Seitens des AMS gratulierten Gabriele Korbelius und die langjährige Kursbetreuerin Barbara Kirchner den freudestrahlenden jungen Leuten. ISOP-Geschäftsführer Robert Reithofer würdigte die bereits beinahe zwei Jahrzehnte lang geleistete engagierte Arbeit des Projektteams.
Beim bunten multikulturellen Buffet, das Kursteilnehmende und TrainerInnen liebevoll gestaltet hatten, und mit internationalen Tänzen klang der fröhliche Nachmittag aus.
„Das Leben ist wie Treppensteigen. Man schafft alles, aber Schritt für Schritt. Erreicht man das Ziel, so wird das Leben schöner.“ Y. (PSA-Absolvent)
Ilse Murnig (Projektleitung)
Zeugnisfeier 09/2015
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ISOP-Tätigkeitsbericht 2014 & 20 Jahre ISOTOPIA
Mit der vorliegenden Ausgabe unserer Zeitschrift ISOTOPIA (die viele von Ihnen in Kürze auch in Ihrem Briefkasten vorfinden) feiern wir ein kleines Jubiläum.
ISOP-Tätigkeitsbericht 20142015/89 Download PDF (3.75 MB) |
Zwanzig Jahre ist es her, dass die erste Nummer erschienen ist. Unter dem Titel „Frau und fremd. Zur Lebenssituation von Migrantinnen“ beleuchteten wir 1995 ein nach wie vor höchst aktuelles und wichtiges Thema. Die Ausgaben der ISOTOPIA, die wir in diesen zwanzig Jahren herausgebracht haben, vermitteln mit den einzelnen Schwerpunktsetzungen einen Eindruck unseres Engagements.
Dem Thema Rassismus und Diskriminierung haben wir uns kontinuierlich gewidmet. Beispielsweise haben wir eine Bestandsaufnahme antirassistischer Projekte im europäischen Vergleich vorgenommen und uns mit Fragen der betrieblichen Antidiskriminierung auseinandergesetzt. Letztes Jahr haben wir das zehnjährige Jubiläum des Lehrgangs zur interkulturellen Kompetenzbildung zum Anlass für eine diesbezügliche Rückschau und einen Ausblick genommen.
Bildungsangebote stellen einen Kernbereich der Arbeit von ISOP dar. Mehrere Ausgaben der ISOTOPIA widmeten sich entsprechend etwa dem Thema Deutsch als Zweitsprache, der Basisbildung und auch dem Analphabetismus. Arbeitslosigkeit und Perspektiven für eine Reintegration in den Arbeitsmarktstand standen immer wieder im Fokus unserer Berichterstattung. Gesundheitsförderung am zweiten Arbeitsmarkt, Fragen der Prekarisierung oder Beschäftigungsprogramme für langzeitarbeitslose Menschen waren Themen, die wir regelmäßig behandelt haben. Dasselbe gilt für das Feld der Jugendarbeit: Mit Streetwork, interkultureller Jugendarbeit und Schulsozialarbeit haben wir uns im Laufe der Jahre immer wieder beschäftigt.
Gerade die aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen verweisen auf die Wichtigkeit eines Motivs, das Titel gebend für eine Ausgabe im Jahr 2000 war, nämlich wider den Blick mit den „Augen der Herrschenden in Politik, Arbeitswelt und Alltag an Auswegen arbeiten“ zu müssen.
Wer Interesse an älteren, teils noch immer aktuellen Ausgaben der ISOTOPIA hat, kann diese auf der Homepage nachlesen oder aber – soweit es sich nicht um vergriffene Ausgaben handelt – auch gerne bestellen.
Mit der vorliegenden Ausgabe möchten wir einen Überblick über die Arbeit des letzten Jahres vermitteln.
Robert Reithofer & Brigitte Brand
ISOP-Geschäftsführung
Graz trauert.
Druckfrisch: ISOP-Pressespiegel 2014
Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung
Am 23. April beginnt der nächste Lehrgang für MitarbeiterInnen von öffentlichen und privaten Einrichtungen aus den Bereichen Soziales, Schule/Jugend/Bildung, arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, Integration, Gemeinwesen/Verwaltung u. Ä.
Nähere Informationen und alle Termine finden sich im Infoblatt.
Anmeldeformular_Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung_2015
10 Jahre Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung und ein „Integrationsstrauß“ als Dankeschön
Am 5. März fand der feierliche Abschluss des 10. Lehrgangs zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung statt. Hannes Schwarz in Vertretung von LH-Stv. Siegfried Schrittwieser, Franziska Stöckler von unserem Kooperationspartner bfi und ISOP-Geschäftsführer Robert Reithofer überreichten den Absolventinnen und Absolventen die Zertifikate, die vor Ort einen „Integrationsstrauß“ fabrizierten und überreichten, verbunden mit dem Wunsch, „dass dieses Angebot auch weiterhin möglichst vielen Personen zugänglich bleibt und Zugangsbarrieren wie finanzieller Aufwand bzw. formale Qualifikation als Voraussetzung möglichst gering gehalten werden“.
Im Anschluss wurde die ISOTOPIA „Von der Möglichkeit des Umlernens“ anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Lehrgangs vorgestellt und hielt Kerem Öktem von der Karl-Franzens-Universität Graz seine Festrede.
Der gemütliche, aber auch diskussionsreiche Ausklang fand bei einem interkulturellen Buffet in der ISOP plauderBar statt.
Helga Schicho (Projektleitung)
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Fotos: Margareta Brigitzer
Trommelwirbel in der Externen Hauptschule
Soheil, einer der erfolgreichen AbsolventInnen aus Kurs 14 , trommelte am 27. Februar die feierliche Zeugnisüberreichung in der Externen Hauptschule ISOP ein. Zahlreiche interessierte Gäste feierten mit den glücklichen KursabgängerInnen und dem PädagogInnen-Team die erfolgreich bestandenen Prüfungen eines Kursjahres. Ein bunter Bilderbogen und aufschlussreiche Textbeiträge aus dem Klassentagebuch ließen die vergangenen Monate Revue passieren. Im Namen der Fördergeber des Landes Stmk würdigte Landtagsabgeordnete Alexia Getzinger die – trotz erschwerender Lebensumstände – beeindruckenden Leistungen , betonte die unabdingbare Notwendigkeit von Bildung als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe und drückte ihre Wertschätzung der hier stattfindenden Bildungsarbeit aus: „Ich liebe ISOP!“ Auch die liebevoll gestalteten internationalen Leckerbissen der Kursgruppe trugen zum Gelingen dieses Fests bei.
Im Projekt Ex HS erlangten nun bereits 444 Personen ihr Ziel, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Neue Wege wurden so ermöglicht, Perspektiven geschaffen! Ein wichtiger Beitrag, um sozial benachteiligte Menschen ins Boot zu holen und somit gegen Ausgrenzung, Radikalisierung und für eine zufriedenere, friedvolle Gesellschaft zu wirken!
Ilse Murnig (Projektleitung)
Zeugnisfeier 02/2015
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Wer ist da integrationsunwillig?
Es ist beschämend, wie die steirische Landesregierung auf dem Rücken von Menschen mit Migrationshintergrund Vorwahlkampf betreibt. Auf Anregung von Landeshauptmann Voves haben SPÖ, ÖVP und FPÖ im Landtag beschlossen, Tatbestände der „Integrationsunwilligkeit“ zu erheben und in Folge rechtlich zu sanktionieren. Dieser Beschluss des steirischen Landtages steht im diametralen Widerspruch zur Charta des Zusammenlebens, die die steirische Regierung vor wenigen Jahren beschlossen hat. Statt für ein Zusammenleben in Vielfalt und ohne Diskriminierung einzutreten, werden Ressentiments gegenüber zugewanderten Menschen geschürt. Der Justizminister hat kürzlich darauf verwiesen, dass in Zusammenhang mit sogenannten „Integrationsproblemen“ kaum neue Gesetze notwendig sind.
Es ist zynisch, wie in diesem Landtagsantrag ohne jegliche Selbstkritik davon die Rede ist, dass alle Menschen das Recht und die Pflicht auf Teilhabe in der Gesellschaft haben. Menschen mit Migrationshintergrund wird es in unserer Gesellschaft vielfach sehr schwer gemacht. Ein ungewohnt klingender Name, eine dunkle Hautfarbe oder das Tragen eines Kopftuches sind immer wieder Gründe dafür, im Alltag und bei der Arbeitssuche diskriminiert zu werden. Von Armut und Arbeitslosigkeit sind Menschen mit Migrationshintergrund weit überproportional betroffen, weil sie strukturell benachteiligt werden und nicht, weil sie nicht arbeiten wollen. AsylwerberInnen ist es bekanntlich bis auf ganz wenige Ausnahmen überhaupt verboten zu arbeiten.
Es ist absurd, wenn eingemahnt wird, dass auch zugewanderte Menschen die europäische Werteordnung und den demokratischen Rechtsstaat akzeptieren müssen. Vielmehr sollte es um die universelle und gleichzeitig individuelle Gültigkeit von Menschenrechten für alle Menschen dieser Welt gehen. Zugewanderte Menschen, die schon seit vielen Jahren in der Steiermark leben, verfügen vielfach über kein Wahlrecht. Diesen Menschen dann auch noch mangelnde Teilhabe am demokratischen Gemeinwesen vorzuwerfen, ist einfach unfair.
Der Begriff Integration trägt wenig zu sachlichen Diskussionen bei, weil er zumeist missverständlich verwendet wird. Wenn aber schon von Integrationsunwilligkeit die Rede ist, sollte auch auf die Unwilligkeit politisch Verantwortlicher eingegangen werden, die Bedürfnisse von Menschen, die sich nicht so einfach Gehör verschaffen können, wahrzunehmen.
Mag. Robert Reithofer, ISOP
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Aufgrund der Berichterstattung in den Medien erging am 3. Februar 2015 die nachfolgende Reaktion von Mag. Robert Reithofer an die Abgeordneten von SPÖ und ÖVP, auf deren Initiative hin der Landtagsantrag zum Thema „Tatbestände der Integrationsunwilligkeit“ eingebracht wurde.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich aufgrund des Berichtes von Herrn Gerhard Felbinger unter dem Titel „Skurille Integrationsdebatte“ (Kronenzeitung, 3.2.2015) nochmals an Sie, weil darin auf mein Schreiben, das ich letzte Woche an Sie übermittelt habe, Bezug genommen wird.
In dem Zusammenhang ist es mir wichtig, einige ergänzende Anmerkungen zu machen. Die Begriffe, die ich in diesem Schreiben verwende, sind kritisch und emotional gehalten. Dies hat seinen Grund insbesondere darin, dass ich vor meiner Tätigkeit bei ISOP über viele Jahre bei der Menschenrechtsorganisation Amnesty International engagiert war. Über weltanschauliche Grenzen hinweg für die universelle Gültigkeit der Menschenrechte einzutreten, ist mir seit damals ein Anliegen, bei dem ich zu Fundamentalismus neige, so sehr ich ansonsten Pragmatismus im Zusammenleben für eine wichtige und sympathische Eigenschaft halte.
Grundsätzlich ist es für mich unabdingbar wichtig, dass alle Menschen dieser Welt die gleichen Rechte und Pflichten haben. Vor diesem Hintergrund versuche ich meine Kritik zu formulieren.
- Gemäß Landtagsantrag, der von SPÖ und ÖVP eingebracht wurde, sollen Tatbestände der Integrationsunwilligkeit erhoben und in Folge rechtliche Möglichkeiten der Ahndung erarbeitet werden. Dies bezieht sich aber ausschließlich auf Menschen mit Migrationshintergrund, was eine Sondergesetzgebung zur Folge hätte, die aus meiner Sicht nicht vereinbar mit Grundsätzen des Rechtsstaates ist.
- Gesellschaftliche Probleme mit Einstellungs- und Verhaltensweisen von Menschen mit Migrationshintergrund zu begründen, ist meiner Meinung nach faktisch falsch und fördert Ressentiments und die Spaltung der Gesellschaft.
- Zynisch ist es zu fordern, dass alle Menschen das Recht und die Pflicht auf Teilhabe in der Gesellschaft haben sollten, aber (wie in meinem Schreiben beispielhaft illustriert) Menschen mit Migrationshintergrund, denen Teilhabe schwer gemacht wird, dies dann auch noch von jenen zum Vorwurf gemacht wird, die dafür verantwortlich sind (in den Sphären von Politik, Gesellschaft , Bildung, Arbeitsmarkt und Alltag). Menschen mit Migrationshintergrund werden nämlich in diesen Bereichen strukturell durch die „Aufnahmegesellschaft“ benachteiligt.
- Zur Einforderung der Akzeptanz des demokratischen Rechtsstaates möchte ich anmerken, dass dies meiner Meinung nach dann absurd ist, wenn gleichzeitig vielen Menschen das Wahlrecht vorenthalten wird, obwohl sie schon lange in Österreich leben. In Wien ist bekanntlich in manchen Bezirken die Mehrheit der Wohnbevölkerung nicht wahlberechtigt.
- Zur Akzeptanz der europäischen Werteordnung möchte ich anmerken, dass ich wie in meinem Schreiben angesprochen, die Akzeptanz der universell und gleichzeitig individuell gültigen Menschenrechte für vordringlich halte, weil ja auch Menschen außerhalb Europas über Werte verfügen, die den Menschenrechten entsprechen. Rosa Parks, Mahatma Gandhi und Nelson Mandela haben sich in vorbildhafter Weise für gleiche Rechte von Menschen eingesetzt, die in Einklang mit der europäischen Werteordnung stehen, gleichwohl wäre es absurd bzw. sachlich falsch, in diesem Zusammenhang Menschenrechte auf europäische Werte und Rechte einzugrenzen.
Ich argumentiere also selbstverständlich nicht dagegen, dass alle in der Steiermark lebenden Menschen auch die europäische Werteordnung akzeptieren müssen, die ja nicht den Menschenrechten widerspricht, ihr allerdings untergeordnet ist. Allerdings halte ich es für ausgrenzend und teils rassistisch, wenn Menschen, die in die Steiermark flüchten oder zuwandern, unterstellt wird, dass sie keine Werte von außerhalb Europas mitbringen und deswegen auf einem niedrigeren Zivilisationsstand wären.
Zur Illustration dessen, was ich damit meine, schicke ich Ihnen im Wortlaut ein Mail (ohne Namensnennung, weil es mir nur um die sachliche Ebene geht), das ich heute erhalten habe, wobei ich nicht die Kritik an meiner Person für ein Problem halte, allerdings die daran anschließenden Bemerkungen.
„Wenn es stimmt, was in der KRONE steht, so ist das ein Skandal ! Was muss das für ein hirnloser ignoranter Volldepp sein, der es als absurd findet, „dass auch zugewanderte Menschen die europäische Werteordnung und den demokratischen Rechtstaat akzeptieren müssen“ ! Wenn sich ein Zuwanderer ordentlich benimmt, arbeitet und sich den österreichischen Gesetzen und Wertnormen konform benimmt, so ist er herzlich willkommen. Wenn sich jedoch ein Zuwanderer finanziell vom österreichischen Steuerzahler unterstützen und verpflegen lässt und sich z.B. dennoch benimmt wie ein steinzeitlicher Affe, Frauen unterdrückt und als Untermenschen behandelt, mit der Lehrerin seiner Nachkommen nicht spricht, nur weil sie eine Frau ist und unsere europäische Werteordnung nicht akzeptiert, dann soll er sich gefälligst in seine islamistische Steinzeitheimat zurückschleichen und wieder ins Erdloch scheißen, statt sich von uns verwöhnen zu lassen. Und der österreichische Volldepp, der Nichts kapiert hat, soll ihn gefälligst in seine Heimat begleiten ! Islamisten, Dschihadisten, übermäßig gewaltbereite Migranten und sonstiges Gesindel, sowie hirnverbrannte Volltrottel brauchen wir nicht in Österreich!“
Abschließend möchte ich anmerken, dass ich mich über gemeinsame Diskussionen, die ein Zusammenleben in Vielfalt und ohne Diskriminierung zum Thema haben, sehr freuen würde, weil diese wichtiger denn je sind.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Robert Reithofer
„LLL – LERNEN LEISTEN LEIDEN“: Tagungsdokumentation
Am 3. Dezember 2014 fand im Dominikanerkloster die Abschluss- und Transfertagung zum Projekt
„BildungsVielfalt – BildungsChance“ (gefördert von ESF und BMBF) statt. Anbei finden Sie die Tagungsunterlagen. Den Mitwirkenden, Teilnehmenden und engagierten MitdiskutantInnen sei an dieser Stelle nochmals freundlich gedankt!
- Präsentation ZSI BRP Ergebnisse
- Präsentation Silvia Göhring
- Präsentation Claudia Miesmer
- Präsentation Ingolf Erler
- Migrantische Selbstorganisatione Gruppendiskussion
- Ingolf Erler Ergebnisse Gruppendiskussion
- Bildungsbegriff ISOP
ISOP-Tagung „LLL – Lernen Leisten Leiden“: Interview mit einer Teilnehmerin des Pilotlehrgangs Berufsreifeprüfung:
ISOP-Tagung „LLL – Lernen Leisten Leiden“: Bildungs-Rap von Valentin Chum:
http://youtu.be/4gCeiOP85Yo
ISOP-Tagung „LLL – Lernen Leisten Leiden“: Interview mit einer Teilnehmerin:
Fotogalerie
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HAK Eisenerz: Lesemarathon zu Gunsten der ISOP-Basisbildungsprojekte
Anlässlich des österreichweiten Aktionstages „Lesen“ der Handelsakademien veranstaltete die HAK Eisenerz vom 9. bis 10. Oktober 2014 einen 24 -Stunden- Benefiz-Lesemarathon unter dem Motto „Von 10.00 bis 10.00 – lesen gehen“.
Schülerinnen und Schüler, Unterrichtende, Politiker und Politikerinnen sowie interessierte Eisenerzer lasen 24 Stunden lang, um auf das Problem des funktionalen Analphabetismus hinzuweisen. Mit der Buchhandlung Leykam (Leoben) wurde ein Partner gefunden, der jede gelesene Stunde mit € 15,– sponserte. Dieser Betrag steht symbolisch für die ca. 15 % der Menschen in Österreich, welche die gesellschaftlichen Mindestanforderungen beim Lesen, Schreiben und Rechnen nicht erfüllen. Der Gesamtbetrag von € 360,–in Form einer Gutscheincard wurde am 17. Dezember von Mag. Wolfgang Perndorfer den Projektleiterinnen der Basisbildungsprojekte von ISOP übergeben. ISOP bietet seit langem geeignete Hilfestellungen für funktionale Analphabeten und Analphabetinnen a. u. durch Kurse in Graz und den steirischen Regionen an.
Wir freuen uns sehr über dieses tolle Geschenk und bedanken uns herzlich!
(Barbara Andree)
ISOP wünscht gemütliche Feiertage am selbstgebastelten Kamin …
Kinderschutzpreis 2014 für Projekt „Heroes“ von ISOP-Schulsozialarbeit
Bei der Preisverleihung: Martina Fasslabend mit Familienministerin Dr. Sophie Karmasin, Mag. Monika Riedel von Raiffeisen mit den Preisträgern für das Projekt „Heroes“: Mag. Sonja Köhler und Mag. Sandra Jensen
Das Projekt „Heroes“ von ISOP-Schulsozialarbeit erhält den Österreichischen Kinderschutzpreis 2014. Die offizielle Preisverleihung hat am 16.10.2014 im Rahmen der Kinderrechte-Gala im Palais Liechtenstein in Wien stattgefunden.
Das Projekt „Heroes“, das mit dem Kinderschutzpreis MYKI in der Kategorie Gesellschaftliche Integration und materielle Sicherheit ausgezeichnet wurde, ist im Rahmen von ISOP-Schulsozialarbeit unter der Leitung von Mag. Sandra Jensen von der Schulsozialarbeiterin Mag. Sonja Köhler am Ende des Schuljahres 2012/13 an einer 3. Klasse NMS (Neue Mittelschule) in Graz durchgeführt worden. Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen eine lebensweltorientierte sowie kreative und lustvolle Möglichkeit zu bieten, sich mit ihrer eigenen beruflichen Zukunft zu beschäftigen und somit eine Ergänzung bzw. Vertiefung zur schulischen Berufsinformation und –vorbereitung zu schaffen. Ausschlaggebend für die Entwicklung dieser Projektidee war die Beobachtung sowohl der Schulsozialarbeiterin als auch von Lehrpersonen, dass einerseits immer wieder einige SchülerInnen in dieser wichtigen Schulstufe dem Unterricht fernbleiben, andererseits es für die meisten SchülerInnen sehr schwierig ist, sich auf einer realistischen Basis mit beruflichen Wünschen und Zielen zu befassen. Da die meisten SchülerInnen der Klasse in prekären Lebensverhältnissen aufwuchsen – Eltern mit niedrigem Bildungshintergrund und von Arbeitslosigkeit betroffen, SchülerInnen mit Migrationshintergrund und/oder sonderpädagogischem Förderbedarf – wurde der Fokus stark auf die eigene Lebenswelt gelegt.
Im Projekt „Heroes“ wurde den Jugendlichen die Aufgabe gegeben, ihre Vorbilder zum Thema Schule und Beruf zu interviewen, um daraus eine Radiosendung in Kooperation mit „Radio Helsinki“ zu gestalten. Diese Sendung wurde dann weiter verwendet, um mit SchülerInnen, die vor dem Beenden ihrer Schulpflicht stehen, das Thema Schulabschluss und berufliche Zukunft auf eine kreative und anregende Weise zu bearbeiten. Es wurde ein innovativer Präventionsansatz zum Thema Jugendarbeitslosigkeit unter direkter Partizipation von Jugendlichen in prekären Lebensumständen und deren LebensweltpartnerInnen gewählt. Dadurch wurde nicht nur am Thema Schulabschluss und berufliche Zukunft, sondern gleichzeitig an der Entwicklung von Kommunikations- und Medienkompetenz gearbeitet. Weiters wurde eine generationenübergreifende Diskussion angeregt, in der die InterviewpartnerInnen Wertschätzung ihrer Expertise erfahren konnten. Durch die Verwendung der Radiosendung für die Berufsorientierung anderer SchülerInnen können die erreichten Ergebnisse des Projekts nachhaltig weiter genutzt werden.
Vorbilder, die am häufigsten gewählt wurden sind Geschwister (v.a. Brüder), Verwandte (Onkel, Tanten, Eltern) und ältere FreundInnen gewesen. Der Schulsozialarbeiterin und Klassenvorstand ist aufgefallen, dass die Vorbilder den SchülerInnen oft gesagt haben Schule sei wichtig.
Das Ziel des Projektes war die Auseinandersetzung der SchülerInnen mit ihrer beruflichen Zukunft und mit dem Thema Schulabschluss (auch in Gedanken nur für sich). Laut der Schulsozialarbeiterin Sonja Köhler haben sich manche wirklich sehr ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie konnte mit ein paar SchülerInnen ein sehr offenes Gespräch über ihren schulischen Ist-Stand sowie berufliche bzw. generelle Zukunftswünsche führen.
Im Rahmen der Aufnahmen in der Schule sind die SchülerInnen langsam selbstbewusster geworden, was öffentliches Sprechen angeht – zuerst wollte nur eine Person ins Mikro sprechen, dann waren – bis auf eine – alle freiwillig dabei.
Das Projekt wird aufgrund seines Erfolges in diesem Schuljahr auch an anderen Schulen in angepasster Form von den ISOP SchulsozialarbeiterInnen durchgeführt werden.
Sandra Jensen, Projektleitung
Externe Hauptschule: 14 neue AbsolventInnen
14 brandneue Abschluss-Zeugnisse konnten am 26. September 2014 in der Externen Hauptschule von ISOP überreicht werden. Somit erhöhte sich die Anzahl der glücklichen AbsolventInnen auf 430!
Zahlreiche Gäste sowie Unterstützende und WegbegleiterInnen des Projektes feierten mit der jubelnden Kursgruppe. Stadtrat Kurt Hohensinner vom Grazer Bildungs- und Integrationsressort gratulierte zu den erreichten Bildungsabschlüssen, und auch Landtagsabgeordnete Ingrid Lechner-Sonnek sowie Barbara Kirchner vom AMS drückten ihre Begeisterung aus.
Im erfolgreichen Kurs 13 war erstmals das neue erwachsenengerechte Pflichtschul-Curriculum umgesetzt worden. Einige Kostproben aus dem Bereich „Kreativität und Gestaltung“ rundeten die Zeugnisfeier ab. Celestina Khapangi präsentierte einen Tanz aus ihrer Heimat Bhutan, und George Aghahowa bedankte sich musikalisch mit einer Gospeldarbietung.
Bei einem interkulturellen Buffet und vielen Gesprächen über neu eröffnete Zukunftsperspektiven klang das Fest aus.
Ilse Murnig (Projektleitung)
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Ein gelungenes Fest: Die FLIeG-Jubiläumsfeier
Die 10-Jahres-Feier von FLIeG – FAMILIEN LERNEN in Graz war in jeder Hinsicht ein bemerkenswerter Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben mit uns gefeiert und den spannenden und bewegenden Worten unserer Geschäftsführung, der Ehrengäste und unserer Kursteilnehmenden gelauscht und anhand von aufgezeichneten Interviews und Präsentationen Einblicke in die Projektarbeit von FLIeG bekommen. Das Geheimnis um das Kamishibai wurde gelüftet und brachte unsere kleinen und großen Gäste zum Staunen. Bunte Gasluftballons mit – versehen mit Kärtchen und guten Wünschen – schwebten in den Himmel. Bei unserem Buffet gab es von unseren Teilnehmenden selbst gebackene Buchstaben und hausgemachte Aufstriche. Flotte Musik von Queensize lud zum Tanzen ein.
Ein gelungenes, wunderschönes Fest mit vielen bewegenden Momenten ist vorüber. Viele Eindrücke werden uns noch in Erinnerung bleiben und wir möchten uns bei all jenen sehr herzlich bedanken, die zum Gelingen unserer Jubiläumsfeier beigetragen haben.
Gabriele Wiesinger, Projektleitung
Fotogalerie
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Fotos: Marlene Voves
„Im Fordergrund lernen“: Online-Handbuch für TrainerInnen
Im vorliegenden Online-Handbuch von Im Fordergrund lernen finden interessierte TrainerInnen Methoden vorgestellt, die sich in unserem (Basis-)Bildungsprojekt für Bildungsbenachteiligtebesonders bewährt haben. Zusätzlich stellt es Informationen zum Modell an sich zur Verfügung und lässt auch jene zu Wort kommen, um die es letztendlich geht: Menschen, für die es nicht selbstverständlich ist, an Bildungsangeboten teilhaben zu können.
Im Fordergrund lernen wurde in der Entwicklungspartnerschaft ISOP, Verein Nowa, Verein Zebra und dem Zentrum für Soziale Innovation umgesetzt und aus Mitteln des ESF und des BMBF gefördert.
ISOP beim Weltalphabetisierungstag
Am 8. September war Weltalphabetisierungstag. Die ISOP-Basisbildungsprojekte Basisbildung für Erwachsene, FLIeG, Skills for Life und In.Bewegung beteiligen sich auch heuer wieder an der österreichweit durchgeführten Aktion. Inspire, Verein für Bildung und Management, schloss sich der Aktion in Graz ebenfalls an.
Die KollegInnen der Basisbildungsprojekte verteilten“green coins” (biologisch abbaubare Münzen für Einkaufswagerln mit der Telefonnummer des Alfa-Telefons) an Passanten und Passantinnen in der Herrengasse und Annenstraße, am Griesplatz, Hauptplatz und Lendplatz in Graz sowie in Gleisdorf in der Stadtgemeinde und machten auf die Thematik und die Möglichkeit zu kostenlosen Basisbildungskursen aufmerksam.
Insgesamt wurden ca. 250 Infoheftchen inklusive der Coins verteilt.
Geschafft! – Berufsreifeprüfung in einem Jahr
Im September 2013 sind 27 Frauen und Männer angetreten, um bis zum Sommer 2014 drei Teilprüfungen der Berufsreifeprüfung im zweiten Bildungsweg zu absolvieren. 17 Frauen und Männer sind nun soweit, 5 davon haben sogar bereits alle vier Teilprüfungen in der Tasche und sind somit frisch gebackene MaturantInnen!
Warum ist das besonders?
- weil das neben Kinder- und Familienarbeit gemacht werden muss,
- ohne eine finanzielle Unterstützung dafür zu bekommen,
- man als „Erwachsene/r“ aber eine existentielle Absicherung benötigt,
- das also bedeutet, nebenbei arbeiten zu müssen oder der Familie auf der Tasche zu liegen und die hat meistens auch nicht zuviel,
- man Durchhaltevermögen braucht und sich das Lernen wieder aneignen muss,
- es viele Gründe gibt, unterwegs dann doch wieder stehenbleiben zu müssen.
Darum ist das besonders!
BildungsVielfalt-BildungsChance berät noch bis Jahresende bildungswillige Menschen in ihren Möglichkeiten für höhere Bildungsabschlüsse und unterstützt sie im offenen Lernzentrum beim Erreichen ihrer Ziele in Graz, Bruck und Leibnitz.
















