Kategorie: News
Druckfrisch: ISOTOPIA „30 Jahre ISOP“ und „Tätigkeitsbericht 2016“
30 Jahre ISOP und Tätigkeitsbericht 2016Download PDF (5.59 MB) |
Bahn frei für Alice, Mohsen und Co. …
Am 26. September 2017 feierten wieder glückliche AbsolventInnen der Externen Hauptschule ISOP ihren erlangten Schulabschluss!
Alice, die bereits in einer AHS die Schulbank drückt, Mohsen mit klaren Ausbildungsplänen und alle ihre erfolgreichen KollegInnen aus Kurs 19 nahmen tränenreich Abschied von einem intensiven Lernjahr, das sie nicht nur zum ersehnten Zeugnis führte , sondern vielmehr eine Stabilisierung ihrer prekären Lebenssituation bedeutete und soziale und persönliche Kompetenzen weiter entwickelte. Am selbst zubereiteten und kreativ gestalteten multikulturellen Buffet labten sich nach der feierlichen Zeugnisüberreichung alle Mitwirkenden und interessierte Gäste.
Wir gratulieren herzlich und wünschen viel Kraft und Erfolg für die neu eröffneten Wege!
Ilse Murnig
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Werkstatt Basisbildung/Workshop III: “Methodenvielfalt”
Die Werkstatt Basisbildung, ein Kooperationsprojekt von ISOP, nowa und ZSI, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und dem Europäischen Sozialfonds, hat drei Workshops zum Thema “Kompetenzen – Antidiskriminatorische und rassismuskritische Kommunikation und Interaktion in der Basisbildung” gestaltet, die zwischen April und November dieses Jahres bei ISOP in Graz stattfinden.
Workshop III: Methodenvielfalt
Anmeldung noch bis Freitag, den 13.10. möglich.
17.10. & 18.10.2017, jeweils 9 – 17 Uhr
Welche Methoden gibt es in der Basisbildung, in der Arbeit mit Bildungsbenachteiligten, die antidiskriminatorisch und rassismuskritisch wirken? Sind mir bekannte Methoden diskriminierend und/oder rassistisch? Diesen Fragestellungen gehen wir anhand praktischer Beispiele und Erprobungen nach.
In allen Workshops stehen Antidiskriminierung und Rassismuskritik im Zentrum der Betrachtungen.
Alle Informationen zu den Inhalten und der Anmeldung für die einzelnen Workshops oder die gesamte Workshop-Reihe finden Sie hier: WBB Workshop-Reihe 2017
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung.
www.esf.at
http://ec.europa.eu/esf/
Kooperationspartner


Besuch von Staatssekretärin Muna Duzdar bei ISOP
Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, Digitalisierung und öffentlichen Dienst, hat sich – gemeinsam mit Michael Ehmann und Verena Nussbaum – am 7. September bei einem ISOP-Besuch in Graz ein Bild von einigen unserer über 40 Projekte aus den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Beratung und Jugend(sozial)arbeit gemacht. Mit ISOP-Geschäftsführer Robert Reithofer und langjährigen Mitarbeiterinnen diskutierte Muna Duzdar über die Herausforderungen und Chancen von Integration und Diversität.
Besonders gefreut haben sich auch jene Kolleginnen, die Muna Duzdar bei einem Blick „hinter die Kulissen“ der ISOP-plauderBar gern persönlich kennenlernen wollte. Die Gespräche waren mehrsprachig, angeregt und, wie man an den schönen Fotos sieht, sehr herzlich.
Jutta Zniva
Fotogalerie
Fotos: Siegfried Gallhofer
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Start für Steirisches Jugendcollege bei ISOP
Zielgruppe:
- Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte
- AsylwerberInnen mit Bleibewahrscheinlichkeit im Alter zwischen 18 Jahren und 25 Jahren.
Besonders erwünscht ist die Teilnahme von jungen Frauen!
Inhalte:
Ausgehend von individuellen Abklärungen und Kompetenzerfassungen werden individuelle Bildungswege organisiert und in folgenden Feldern umgesetzt:
- Alphabetisierung
- Deutsch (A1 – B1)
- Grundbildung in den Fächern Mathematik, Englisch, EDV
- Heranführung an die Kompetenzfelder des Pflichtschulabschlusses
- berufliche Perspektivenarbeit
- Berufs- und Arbeitsmarktorientierung
- Ausbildungsplanung
- Praktika in Betrieben
- Vermittlungsunterstützung
- Unterstützung bei der Anerkennung von mitgebrachten Ausbildungsabschlüssen
- Politische Bildung
Zusätzlich zur Schulung wird pro TeilnehmerIn eine Beratungsstunde pro Woche angeboten.
Stundenausmaß pro Woche: 20 Wochenstunden
Verweildauer: 24 Wochen bis 1 Jahr
Zuweisung:
- Regionale Geschäftsstellen des AMS Graz West und Graz Ost
- Regionale Geschäftsstellen des AMS Bruck/Mur, Leoben, Mürzzuschlag
- Einrichtungen, die in der Betreuung von AsylwerberInnen aktiv sind
Ausbildungsstart: 2. Oktober 2017
Weitere Einstiegsmöglichkeiten: November 2017 und Dezember 2017
Kontakt und Informationen: jugendcollege@isop.at
Infotage für AsylwerberInnen:
Graz, Dreihackengasse 2, 2. Stock: 21.9.2017, 9.00 – 12.00 und 14.00 – 17.00 Uhr
Bruck/Mur, Koloman-Wallischplatz 12: 25.9.2017, 9.00 – 12.00 und 14.00 – 17.00 Uhr
Fördergeber
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Abschlussfeier: Fachsozialbetreuerin mit Schwerpunkt Altenarbeit
Mit 26 Frauen hat im September 2014 der vierte Durchgang der von nowa, Caritas und ISOP gemeinsam durchgeführten und von AMS finanzierten Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin mit Schwerpunkt Altenarbeit begonnen. Im Juli 2017 ist er mit beachtlichen Erfolgen zu Ende gegangen.
Die älteste Teilnehmerin war ein 62er Jahrgang, die jüngste eine 93erin. Alle Kontinente außer Australien und Antarktis waren vertreten, die Sprachen in babylonischer Vielfalt.
Im Juni 2016 fand die Fachprüfung zur Pflegehelferin statt,welche alle bestanden haben, 14 mit sehr gutem Erfolg! Das dritte Jahr zur Fachsozialbetreuerin konnten noch 11 Frauen machen, bei der Fachprüfung waren sieben in den „Sehr gut“ und „Gut“ Rängen.
Mit großer Hochachtung und Freude gratulieren wir den frischgebackenen Fachsozialbetreuerinnen!
Ein Abschiedsfest für Brigitte Brand
Mit vielen Blumen, Geschenken und Emotionen haben wir uns von Brigitte Brand verabschiedet, die ISOP durch insgesamt 23 arbeitsintensive und herausfordernde, aber vor allem schöne und spannende Jahre begleitet hat – 22 davon als unsere geschätzte und sehr gemochte Geschäftsführerin. Brigitte Brand hat ihre Funktion in der Geschäftsleitung mit Ende Juni zurückgelegt.
Wir ISOPs wünschen dir, liebe Brigitte, alles Liebe, sagen Danke und freuen uns, dass du nicht aus der Welt bist, sondern ISOP auch weiterhin nahe bleibst.
Werkstatt Basisbildung/Workshop II: „Neue Perspektiven einnehmen“
Die Werkstatt Basisbildung, ein Kooperationsprojekt von ISOP, nowa und ZSI, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und dem Europäischen Sozialfonds, hat drei Workshops zum Thema „Kompetenzen – Antidiskriminatorische und rassismuskritische Kommunikation und Interaktion in der Basisbildung“ gestaltet, die zwischen April und November dieses Jahres bei ISOP in Graz stattfinden.
Workshop II: Neue Perspektiven einnehmen
7.6. & 8.6.2017, 9 – 17 Uhr und 3.7.2017, 9 – 13 Uhr
Trainerinnen und Trainer erhalten nur selten oder nie strukturiertes Feedback zu ihrer Arbeit. Zwischen Auftrag und informellen Rückmeldungen sind sie auf sich allein gestellt, was in Opposition zum täglichen Druck, den immer neue Handlungssituationen in der Interaktion erzeugen, steht. Wir erproben mit Ihnen Werkzeuge wie die kompetenzbasierte Selbstbeobachtung und die teilnehmende Beobachtung, die Feedback von Teilnehmenden und kollegialen wertschätzenden Austausch ermöglichen, und die Sie im beruflichen Alltag nutzen können.
Alle Informationen zu den Inhalten und der Anmeldung für die einzelnen Workshops oder die gesamte Workshop-Reihe finden Sie hier: WBB Workshop-Reihe 2017
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung.
www.esf.at
http://ec.europa.eu/esf/
Kooperationspartner


Lehrgang: Fachspezifische Ausbildung für BasisbildnerInnen
Da Forbildungsangebot richtet sich an BasisbildnerInnen, die bereits im Rahmen der Initiative „Bildung für junge Flüchtlinge“ oder im Rahmen der „Initiative Erwachsenenbildung“ tätig sind, sowie an mehrsprachige Personen (Arabisch, Dari, Farsi), bevorzugt auch Männer, die in den Bereichen Basisbildung und Alphabetisierung tätig werden wollen.
Der Lehrgang wird sowohl als Qualifikation im Programmbereich Basisbildung der
„Initiative Erwachsenenbildung“ als auch im Rahmen der Initiative des BMB
„Bildung für junge Flüchtlinge“ anerkannt.
Im Zeitraum Mai 2017 – Dezember 2017 werden insgesamt 7 Module à 20 UE von ISOP organisiert und durchgeführt. Der Lehrgang ist für höchstens 18 TeilnehmerInnen konzipiert. Für einen erfolgreichen Abschluss ist eine Teilnahme an allen Modulen verpflichtend.
Die Module sind für Teilnehmende kostenlos durch Förderung des Bundesministeriums für Bildung.
Alle Informationen zu den Modulen und der Anmeldung:
Lehrgang Fachspezifische Ausbildung für BasisbildnerInnen
Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung

Inge Aftenberger: Zwanzig Jahre Engagement bei ISOP
Zahlreiche KollegInnen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen von ISOP feierten kürzlich in der plauderBar den Eintritt von Inge Aftenberger in den wohlverdienten Ruhestand. Zwanzig Jahre lang hat Inge Aftenberger als Projektleiterin der Deutschkurse durch ihr Engagement ganz maßgeblich die ISOP geprägt. Wer mit ihr zu tun hatte, ob KollegInnen oder Menschen, die auf der Suche nach einem Platz in einem Deutschkurs waren, war beeindruckt von ihrem warmherzigen und hilfsbereiten Umgang mit Menschen. Über viele Jahre hat sie nicht nur die Deutschkurse koordiniert, sondern auch selbst unterrichtet. War und ist in der Steiermark von fachkundigen LehrerInnen im Bereich Deutsch als Zweitsprache die Rede, dann fällt sehr schnell der Name Inge Aftenberger.
Als Dankeschön wurde Inge Aftenberger unter anderem ein Ysop überreicht, bekanntlich eine Heilpflanze, die dafür steht, was sie über die Jahre vielen Menschen auf der Suche nach Unterstützung war. Wir sind sehr froh, dass Inge die ISOP nicht ganz verlässt, sondern ehrenamtlich weiterhin asylsuchende Menschen begleiten wird.
Robert Reithofer
Fotogalerie
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Text: Robert Reithofer
Fotos: Heidi Grill-Fuchs, Robert Reithofer
Robert Reithofer: Integration nachhaltig gestalten
„Fragen der Integration werden auch in Österreich außerordentlich kontroversiell und emotional aufgeladen diskutiert. Über viele Jahre wurden diese vor dem Hintergrund abgehandelt, ob Österreich ein Einwanderungsland ist. Verschärft stehen diese Auseinandersetzungen in Folge des Menschenrechtssommers 2015 im Fokus, wobei die Willkommenskultur durch ein rigides Grenzregime und einen entsprechend nationalistischen Diskurs abgelöst wurde.“
Der gesamte Artikel von ISOP-Geschäftsführer Robert Reithofer ist erschienen (und nachzulesen) in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Weiterbildung“: Weiterbildung 2017_02
Workshop-Reihe zu Kompetenzen, Perspektiven und Methoden in der Basisbildung
Die Werkstatt Basisbildung, ein Kooperationsprojekt von ISOP, nowa und ZSI, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und dem Europäischen Sozialfonds, hat drei Workshops zum Thema „Kompetenzen – Antidiskriminatorische und rassismuskritische Kommunikation und Interaktion in der Basisbildung“ gestaltet, die zwischen April und November dieses Jahres stattfinden werden.
Alle Informationen zu den Inhalten und der Anmeldung für die einzelnen Workshops oder die gesamte Workshop-Reihe finden Sie hier: WBB Workshop-Reihe
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung.
www.esf.at
http://ec.europa.eu/esf/
Kooperationspartner


Bildungserfolg! Schallmauer durchbrochen!
Das 500. Abschlusszeugnis und 17 weitere Zeugnisse überreichte am 3. März 2017 Landesrätin Ursula Lackner gemeinsam mit Kursleiter Günter Stocker in der Externen Hauptschule von ISOP.
Berührende Augenblicke erlebte das zahlreich versammelte Publikum, als die frisch gebackenen AbsolventInnen musikalische Darbietungen und selbst verfasste Klassentagebuch-Texte aus ihrem Alltags- und Kursleben zum Besten gaben.
„Als ich in Graz zu ISOP gekommen bin, habe ich dort gesehen, dass Männer und Frauen gemeinsam lernen können.“ S. aus Afghanistan
„Liebes Tagebuch, ich habe jetzt echte steirische Freunde. Ich bin froh, weil ich Steirisch und Deutsch lernen und verstehen kann.“
S. aus der Türkei
„… um 5.00 Uhr aufgestanden … um 6.30 in die Schule gefahren … Schule … eingekauft … Abendessen gekocht … Wohnung geputzt … Geschwister kontrolliert … Licht aus … wie eine Königin liege ich im Bett …“ E. aus Nigeria
„Man ist nur einmal jung und jeder sollte etwas aus seinem Leben machen!“ T. aus Österreich
18 junge Menschen hatten ihre Bildungschance ergriffen und öffneten sich mit ihrem erfolgreichen Pflichtschulabschluss weitere Türen zu Berufsausbildung und Arbeitsmarkt.
Ein bisschen Bildung macht die Welt verwandt … (Mark Twain)
Ilse Murnig (Projektleitung)
Impressionen von der Zeugnisfeier
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Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung 2017/2018
Ein Baustein zur interkulturellen Öffnung
Beginn: April 2017, Ende: Februar 2018
Anmeldeschluss: 30. März 2017
Anmeldeformular
Nähere Informationen und alle Termine finden sich im Informationsblatt.
12. Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung: Zertifikatsüberreichung
Am 14. Februar 2017 fand in der ISOP-plauderBar der 12. Lehrgang zur interkulturellen (Kompetenz)Bildung mit der Zertifikatsüberreichung sein feierliches Ende. Aufgrund von Krankheit und unverschiebbaren Arbeitsterminen, aber auch eines Auslandsaufenthaltes nahm knapp die Hälfte der erfolgreichen AbsolventInnen ihr Zertifikat von Franziska Stöckler, bfi, und Robert Reithofer, ISOP, in Empfang.
(Helga Schicho, ISOP)
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Druckfrisch: ISOP-Pressespiegel 2016
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Pressespiegel 2016 (PDF-Dokument, 10,7 MB) |
Wider den gesellschaftlichen Kältetod: Ein Loblied auf das menschliche Antlitz
Davon, dass es „keinen wirklichen Glückszustand gibt, der das Leid und die Verzweiflung, die Hoffnung und die Sehnsucht ausklammert“, spricht Ernst Marianne Binder in seinen Notizen zur Oper „Hänsel und Gretel“. Hänsel und Gretel sind in Ernst M. Binders Deutung Schutz suchende Flüchtlingskinder, die auf einem Müllplatz unserer Überflusswelt Rast machen.
Die Premiere seiner Inszenierung in der Kunstuniversität Graz hat er nicht mehr erlebt. In der Nacht des 28. Jänner ist Ernst Marianne Binder völlig unerwartet gestorben. In antiquierter Weise sind Werk und Mensch bei Ernst M. Binder kaum zu trennen. Konsequent und radikal hat er sich in seinem Leben und Werk, seinem Lebenswerk, dem entzogen, was mancherorts Mainstream genannt wird, einem begrifflichen Monstrum, das ihm ein Gräuel war.
In einer Zeit, in der ganze Industrien an der Zerstörung des menschlichen Antlitzes (Dževad Karahasan) arbeiten, hat er eine Position der Verweigerung eingenommen und Gegenwelten entworfen. Inakzeptabel waren für Ernst Marianne Binder der zunehmende Rassismus, Nationalismus und die unappetitliche Politik gegenüber Flüchtlingen. Das Erzählen von Flüchtlingsmärchen wolle er nicht der FPÖ überlassen, meinte er im Vorfeld zur Aufführung seines Stückes „Jarmuk“ im letzten Jahr.
Immer wieder haben sich die Wege von Ernst M. Binder mit jenen der ISOP berührt, etwa als er vor einigen Jahren gemeinsam mit Ninja Reichert die deutschen Übersetzungen der Gedichte der großen slowenischen Poetin Maruša Krese, einer ihm verwandten Seele, las.
Oder auch, als es ihm 2008 anlässlich der Verleihung des Professorentitels wichtig war, diesen nicht in glamourösen Räumen der offiziösen Repräsentanz entgegenzunehmen, sondern sich ISOP als Sozialeinrichtung, die Flüchtlinge begleitet, wünschte, wo er seine Auszeichnung erhalten wollte.
Was bleibt angesichts der Trauer!?
Was bleibt, das sind Erinnerungen an zahlreiche beglückende Inszenierungen wider den gesellschaftlichen Kältetod, etwa von Herbert Achternbusch, Sarah Kane, Elfriede Jelinek und Einar Schleef!
Was bleibt, das sind Erinnerungen an gemeinsames politisches Engagement gegen eine Politik der Menschenfeindlichkeit!
Was bleibt, das sind insbesondere und vor allem Erinnerungen an eine 35-jährige Freundschaft, an die vielen Gespräche, an deine klugen Bemerkungen zu Kunst und Literatur, an deinen wunderbaren Humor, an deinen Trotz, wenn du dich vielleicht hin und wieder leidenschaftlich verirrt hast, an deine liebevolle Begleitung in dunkleren Zeiten, daran, wie stilvoll und kultiviert du aufgekocht hast, an Nächte mit Tom Waits, daran, dass du mir ein Buch über Allan Pettersson, dem über alles geliebten Komponisten aus Deutschland mitgebracht hast, dessen Symphonien das Aufbäumen im Tunnel des Todes besingen …
Das und vieles mehr bleibt und ist nicht tot!
Robert Reithofer, Jänner 2017
Bild: dramagraz
Laudatio Ernst M Binder von Robert Reithofer im Mai 2008
Rückschau: Den Kopf voller Hoffnung
Ein stimmungsvoller Abend zum Tag der Menschenrechte am 15. Dezember 2016 bei ISOP brachte auf vielfältige Weise zum Ausdruck, was der abstrakte Begriff Menschenrechte im Konkreten bedeuten kann. Moderiert von Jörg-Martin Willnauer und musikalisch begleitet von Rosa und Josef Fürpaß las Julya Rabinowich bei der Verqanstaltung aus ihrem jüngsten Roman Dazwischen: Ich. Maryam Mohammadi, Sazgar Salih & Saman Ahmed, Joachim Hainzl sowie Samson Ogiamien zeigten, welche Werke in kreativen Workshops mit jungen Flüchtlingen entstanden. Einige der jungen Menschen waren bei der Veranstaltung anwesend bzw. auch auf der Bühne. Danke, dass Sie dieses Thema machen, sagte ein Jugendlicher beim Abschied.
Helga Schicho/ISOP
Diese Werke sind bei ISOP käuflich zu erwerben (Tel.: 0316/76 46 46-18):
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KünstlerInnen: Maryam Mohammadi, Sazgar Salih & Saman Ahmed
Fotogalerien:
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Fotos: Margareta Brigitzer/ISOP
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Fotos: ISOP/Wildan Srkalovic
Geschenke mit einem guten Zweck: ISOP-Kunstkarten
Maryam Mohammadi, Sazgar Salih & Saman Ahmed sowie Samson Ogiamien sind Kunstschaffende, die selber einmal ihr Heimatland verlassen haben. In Workshops an unterschiedlichen Orten haben sie mit jungen Flüchtlingen gearbeitet – mit unterschiedlichem Material, unterschiedlichen Medien und Techniken, aber mit dem gemeinsamen Anliegen, junge Menschen auf ihrem Weg in eine neue Zukunft zu stärken.
Die ISOP-Kunstkarten sind nicht nur am 15. Dezember im Rahmen der Veranstaltung „Den Kopf voller Hoffnung – Zum Tag der Menschenrechte“ bei ISOP zu erwerben, sondern ab jetzt bei:
ISOP – Innovative Sozialprojekte GmbH, Dreihackengasse 2, 8020 Graz,
Tel. 0316/76 46 46-18
Basisspende: 4,50 Euro (gerne auch mehr)
Die Spenden kommen Menschen zugute, die durch die Flüchtlings- und Integrationsarbeit von ISOP unterstützt werden.
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Kinderrechtepreis TrauDi! für ISOP-Schulsozialarbeit
Wir freuen uns und sind stolz, dass auch heuer wieder zwei Projekte der ISOP-Schulsozialarbeit mit einer TrauDi! ausgezeichnet wurden.
Gala der Kinderrechte
- Bei der diesjährigen Gala der Kinderrechte am 17. November im Dom im Berg in Graz wurden Projekte und Personen, die Schutz und Geborgenheit für Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen, mit dem Kinderrechtepreis TrauDi! prämiert. Wir freuen uns und sind stolz, dass auch heuer wieder zwei Projekte der ISOP-Schulsozialarbeit mit einer TrauDi! ausgezeichnet wurden.
Projekte in Schulen und Kindergärten
- Den begehrten 1. Preis in der Kategorie „Projekte in Schulen und Kindergärten“ erhielt das Projekt „Jugend(t)raum“: Raum und Zeit für Erholung, Kommunikation, Spaß und Spiel bietet der Jugend(t)raum an der NMS Albert Schweitzer. Ziel dieses Projekts war und ist ein niederschwelliger Zugang zu den Unterstützungsangeboten der Schulsozialarbeit in einem von den SchülerInnen selbstbestimmten Rahmen und Umfang.
Gesundheit und Wohlbefinden in der Schule
- Das SchülerInnenparlament „Gesundheit und Wohlbefinden in der Schule“ an der NMS Dr. Renner wurde mit dem 2. Preis der gleichen Kategorie ausgezeichnet. Bei diesem Projekt beschäftigten sich Kinder und Jugendliche mit Faktoren, die im Handlungsfeld Schule nicht fehlen dürfen, nämlich mit den Aspekten Wohlbefinden, Gesundheit und auch Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen. Ziel war eine Stärkung der sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Kompetenzen und eine Förderung des gesunden Lernalltags im Schulsystem.
Die Auszeichnung dieser Projekte mit dem Kinderrechtepreis stellt für die ISOP-Schulsozialarbeit eine besondere Anerkennung der Arbeit für Kinder und Jugendliche dar.
Die Projekte werden auf dem Blog www.isop-schulsozialarbeit.at in Kürze in detaillierter Form präsentiert.
Werkstatt Basisbildung: Professionalisierung für Erwachsenenbildungsorganisationen und ihre TrainerInnen
Ein Angebot für Interessierte, die in der Basisbildung tätig sind, aber auch für solche, die mit bildungsfernen/bildungsbenachteiligten Menschen arbeiten
Ziel:
- Wie gehen TrainerInnen und BildungsmanagerInnen in der Entwicklung und Umsetzung ihrer Angebote ganz konkret damit um, vielfältige individuelle Bedürfnisse und den Bedarf von Lernenden – oft in einer einzigen Lerngruppe abgebildet – zu erfüllen? Diskriminierungsfrei und rassismuskritisch zu kommunizieren und zu interagieren, das Wissen dazu zu mehren, das steht im Zentrum der Professionalisierungsziele des Projektes.
Teilnehmende:
- TrainerInnen, MitarbeiterInnen in Konzept-, Personal-, Qualitätssicherungsverantwortung, 2-3 Personen pro Organisation
Inhalte:
- Erarbeitung von Definitionen und einer gemeinsamen Grundlage davon, was diskriminierungsfreie und rassismuskritische Interaktion und Kommunikation konkret bedeuten, und wie sie sich in einer gelingenden Unterrichts- und Einrichtungsrealität niederschlagen Reflexion von Praxisbeispielen und Good Practice Auseinandersetzung mit und Kennenlernen von Professionalisierungswerkzeugen (kompetenzbasierte Selbstbeobachtung, strukturierte teilnehmende Beobachtung, Qualitätszirkel), mit denen in der Folge gearbeitet wird, in der Praxis der Teilnehmer_innen und auf Augenhöhe, in Form gegenseitiger und wertschätzender Begleitung, Verortung und Implementierung der Instrumente in der eigenen Organisation.
Struktur:
- Der Professionalisierungsprozess teilt sich in Präsenzphasen, Online-Zeiten und Phasen der praktischen Erprobung sowie ein Implementierungscoaching für die Organisationen
Zeitlicher Rahmen:
- Februar 2017 – Dezember 2017
- Der zeitliche Aufwand beträgt ca. 60 Stunden für die Präsenzphase und ca. 30 Stunden für Onlinezeiten und praktische Erprobung
Kosten:
- Da es sich um ein von BMB und esf gefördertes Projekt handelt, ist die Teilnahme kostenlos
Info und Anmeldung:
- Martin Leitner martin.leitner@isop.at Tel +43 316 71 66 78 – 23
- Karin Puchas karin.puchas@nowa.at Tel +43 650 48 26 001
- Silvia Göhring silvia.goehring@isop.at Tel +43 699 146 000 43
Fördergeber
Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Bildung.
www.esf.at
http://ec.europa.eu/esf/
Kooperationspartner


Thank you! – FLIeG freut sich über den Erlös aus dem IWA-Bücherbasar
Das ISOP-Projekt FLIeG – FAMILIEN LERNEN in Graz durfte sich am 18. Oktober 2016 über den Erlös eines Charity-Bücherbasars mit englischer Literatur freuen, den die International Women’s Association Graz im Mai in den Räumlichkeiten der Heilandskirche veranstaltete.
Die Damen des „IWA“ – Sara Crockett (Präsidentin IWA), Margarita Skofitsch (Unterstützung bezüglich Spenden) und Astrid Williges (Unterstützung bezüglich Werbung) – übergaben nun einen symbolischen Scheck in der Höhe von 500 Euro an ISOP-Geschäftsführerin Brigitte Brand und unterstützen damit ein Projekt, das Frauen und Eltern ermöglicht, ihre Basisbildungskompetenzen in Deutsch, Mathematik und am PC zu stärken. FLIeG motiviert bereits seit elf Jahren äußerst erfolgreich zu lebensbegleitendem Lernen und setzt Impulse für weitere Bildungs- und Berufswege.
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Text und Fotos: J. Zniva
20 Jahre Externe Hauptschule: Vom Pflichtschulabschluss zum Software-Entwickler
Unter dem Slogan „In Vielfalt erblühen“ feierte die Externe Hauptschule ISOP am 28.9.2016 ihr 20-jähriges Bestehen.
„Der Kurs bedeutete für mich mehr als eine Schule“, erzählte Sharif Mohammadi, Absolvent aus dem Jahr 2004, im bis auf den letzten Platz gefüllten Veranstaltungssaal des ISOP-Haupthauses in der Dreihackengasse. „Die Externe Hauptschule fungierte als Schnittstelle zur österreichischen Gesellschaft“, erklärte der heutige Caritas-Betreuer mit nunmehrigem Maturaabschluss. Gegenseitiger Respekt, Selbstvertrauen und friedliches Konfliktmanagement wurden als Zusatzqualifikationen von den AbsolventInnen rückblickend hoch geschätzt, deren Karrieren neben Lehrabschlüssen über die Matura einige bereits bis zum Hochschulstudium führten. Heute spiegeln sie eine breite Palette von Berufen wie Gourmet-Koch, Installateur, Tischler, Einzelhandelskaufleute, Mode-Designerinnen bis hin zum Software-Entwickler und Filmemacher wider!
Ein bunter Rückblick über zwei Jahrzehnte Bildungsarbeit begeisterte die FestbesucherInnen ebenso wie kreative SchülerInnen-Arbeiten zum Thema „Identität“.
Den Höhepunkt bildete die Zeugnisüberreichung für Kurs 17 durch Landesrätin Ursula Lackner und Kursleiter Franz Horvath. Stadtrat Kurt Hohensinner und AMS-Landesgeschäftsführer Karl Heinz Snobe gratulierten zu den aktuell erreichten 499 Schulabschlüssen und betonten die Notwendigkeit dieses Bildungsangebotes. Mehr über die 2 Jahrzehnte lang andauernde Bildungsarbeit findet sich in der druckfrischen Jubiläums-ISOTOPIA, aus deren Texten an diesem Abend SchülerInnen vorlasen. Bei einem köstlichen multikulturellen Buffet und bei Tanz zu Live-Musik von AORA klang die Feier aus.
Ilse Murnig, Projektleitung
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Fotos: Kerstin Sajko
Besuch von AK-Präsident Josef Pesserl bei ISOP
Im September besuchte Josef Pesserl, Präsident der steirischen Arbeiterkammer, das ISOP-Haus in der Grazer Dreihackengasse und informierte sich über unseren Arbeitsalltag und die Angebote für unsere Zielgruppen.
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Fotos: AK Steiermark
ISOTOPIA – druckfrisch: In Vielfalt erblühen – 20 Jahre Externe Hauptschule
In Vielfalt erblühen: 20 Jahre Externe HauptschuleDownload PDF (6.07 MB) |
Annähernd 500 Jugendliche und Erwachsene verwirklichten seit 1995 durch das Kursangebot der Externen Hauptschule ISOP ihren Pflichtschulabschluss (PSA), der für sie aus mannigfaltigen Gründen zuvor nicht erreichbar gewesen war. Das ersehnte Zeugnis in Händen, schrieben viele der AbsolventInnen Erfolgsgeschichten: vom PSA über die BHS-Matura zur Pädagogischen Hochschule – vom PSA zum ersehnten Beruf der Pflegehelferin und weiter zur HAK-Matura – vom PSA zur Lehrstelle als zahnärztliche Assistentin – vom PSA zum Gourmet-Koch u.v.m. Nicht nur diese genannten und
viele andere Ausbildungen wurden nach bestandenem PSA in Angriff genommen und umgesetzt, vielmehr bedeutete der erste geschaffte Schritt einen immensen
Zuwachs an Selbstvertrauen, Stabilisierung der Lebenssituation und fungierte als Ein-
trittskarte zur Teilhabe am gesellschaftlichen Miteinander.
(Ilse Murnig, Projektleiterin)
Hader spielte Hader für ISOP – eine Rückschau
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Fotos: Maryam Mohammadi
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Fotos: Jutta Zniva
Druckfrisch: ISOTOPIA „Feel ISOP – Stay Sane“
ISOTOPIA Feel ISOP – Stay SaneDownload PDF (2.13 MB) |
Bei Gesundheit und Gesundheitsförderung denken wir nicht gleich an Arbeit und Arbeitsplatz, und dennoch stehen die beiden in unbedingter Beziehung. Die Arbeit bei ISOP, einem sozialen Unternehmen auf allen Ebenen, ist geprägt von zahlreichen Faktoren, die die Gesundheit der MitarbeiterInnen direkt oder indirekt beeinflussen. Diese Faktoren sichtbar zu machen und zu bearbeiten hat sich das ISOP-Projekt der betrieblichen Gesundheitsförderung „Feel ISOP – Stay Sane“ zur Aufgabe gesetzt.
Durch die Mitarbeit von vielen KollegInnen konnte ein ansehnlicher Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. Auf Basis von Befragung und Gesundheitszirkeln konnten Angebote und Aktivitäten entwickelt werden. Diese stellten für die ISOP-MitarbeiterInnen die Möglichkeit dar, sich mit dem Thema Gesundheit am Arbeitsplatz auf verschiedenen Ebenen auseinanderzusetzen. Denn Gesundheit am Arbeitsplatz hat viele Gesichter. Das kann der viel zitierte Apfel in den Pausen ebenso sein wie die Vereinbarung zur Abhaltung von jährlichen Teamklausuren oder die Sesselmassage direkt am Arbeitsplatz und die fix eingeführten Sprechtage der Geschäftsführung.
Wenn das Projekt zur Auseinandersetzung und zur Diskussion mit der eigenen, individuellen Gesundheit und der Analyse der Verhältnisse in Arbeitsabläufen und an Arbeitsplätzen geführt hat, dann hat es bereits Einiges bewirkt. Änderungen einzuführen und alte Systeme zu überarbeiten braucht Zeit und Ausdauer. Änderungen im eigenen Verhalten zu bewirken vielleicht noch mehr. Nur die kontinuierliche Auseinandersetzung, Diskussion und der Wechsel der Perspektiven ermöglichen einen Veränderungsprozess. Wie bei vielen Projekten wird auch bei unserer betrieblichen Gesundheitsförderung die Frage der Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle spielen. Die Umsetzung der Maßnahmen wird uns noch einige Zeit begleiten. Das Thema wird auf unseren Tagesordnungen bleiben.
Mag. Brigitte Donnelly (Projektleitung „Feel ISOP – Stay Sane“)
Start der 5. Ausbildung zur Fachsozialbetreuerin
Wir starten mit der 5. Ausbildung für Migrantinnen zur Fachsozialbetreuerin!
Im Sommer finden noch Informationstage und Auswahlgruppen statt, nähere Informationen dazu erhalten Sie bei zam nowa:
Dr.in Solale Amin: Tel. 0316/48 26 00 – 18
Mag.a Susa Reschreiter: Tel.: 0664/8 93 24 08
Charity: Bücherbasar mit englischer Literatur
Am Samstag, 21.5.2016, findet in den Räumlichkeiten der Grazer Heilandskirche (Kaiser-Josef Platz) zwischen 09.00 und 13.00 Uhr ein Bücherbasar mit englischen Werken statt. Veranstaltet wird der Basar von der IWA (International Womens Association). Neben Büchern gibt es – bei Kaffee und Kuchen – auch schöne Bildbände, CDs etc. günstig zu erwerben.
Der Spendenerlös geht an das ISOP-Projekt FLIeG – wir freuen uns sehr!
Druckfrisch: ISOP-Tätigkeitsbericht 2015
ISOP-Tätigkeitsbericht 2015Download PDF (4.33 MB) |
Aus dem Editorial:
Gelebte Solidarität
Das Jahr 2015 wird als eines von ganz besonderer geschichtlicher Bedeutung in Erinnerung bleiben. Österreich gehörte zu den wenigen europäischen Ländern, die für asylsuchende Menschen die Grenzen geöffnet haben. „Wir schaffen das“, dieser Ausspruch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel hat bereits Geschichte gemacht. Die Tragödien schutzsuchender Menschen rückten uns Ende August 2015 sehr nahe, als in Parndorf die Leichen von 71 in einem Kühllastwagen erstickten Flüchtlingen gefunden wurden. Zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen und NGOs engagierten sich für eine Willkommenskultur, um Flüchtlingen das Ankommen erträglich zu gestalten. Auch ISOP verstand und versteht sich als Teil dieser gelebten Solidarität.
In mehreren Projekten begleiteten wir in Graz und mehreren steirischen Gemeinden AsylwerberInnen. Diese Arbeit hätten wir in dem Ausmaß nicht leisten können, wenn nicht seit dem Sommer 2015 viele Menschen ihr ehrenamtliches Engagement in die ISOP eingebracht hätten.
Zusätzlich zur Notwendigkeit, für ein Asylrecht einzutreten, das keinerlei Einschränkungen unterworfen wird, geht es in den nächsten Jahren darum, jenen Flüchtlingen, die in der Steiermark leben, Perspektiven für gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Einen Überblick über die Bandbreite jener Projekte, die wir 2015 steiermarkweit umgesetzt haben und 2016 bedarfsorientiert weiter entwickeln, soll der vorliegende Tätigkeitsbericht vermitteln. Was uns in unserem Engagement besonders wichtig ist: Die Bedürfnisse von Menschen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beschäftigungsprojekte und Beratung zur „Integration“ in den Arbeitsmarkt, die Vermittlung von (Basis)Bildung, Hilfestellungen beim Nachholen des Pflichtschulabschlusses und Projekte der offenen Jugend(sozial)arbeit sind für Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wichtig wie für Menschen, die nicht zugewandert sind. Integration verstanden als gesellschaftliche Teilhabe – so die Position von ISOP – kann letztendlich nur gelingen, wenn sie jenseits nationalistischer Grenzziehungen organisiert wird.
Robert Reithofer & Brigitte Brand
ISOP-Geschäftsführung









